Samstag, 19. November 2016

Auswärts



Nach zwei Vor-Besuchen, die ChiWa Walks mit einer Schnute und voller Verachtung abgesessen hat, ist es heute soweit. Heute schläft er nach über 10 Jahren, die er nun bei mir ist, zum ersten Mal auswärts. Allein. Und zwar bei - man darf nicht lügen, ich glaube: Heidi, Finchen, Bärbel und Erika. Bärbel ist der Chef! Und alle vier sind so hübsch, dass ich sie alle mitnehmen könnte. Das ist indes nicht die Idee, denn wenn alles gut läuft, soll der Chief ja seine/unsere Urlaubstage dort verbringen. Probe-Schlafen! In der einzigen Pension im weit entfernten Umkreis, in der er in einer Familie lebt. Gott hat sich nix anmerken lassen, aber auf der Hinfahrt waren wir alle sehr aufgeregt. Und unser kleiner Sturkopf? Ist diesmal in die Pension hineinspaziert, hat kurz mit Bärbel geschnubbelt, um sich sodann den Garten näher anzuschauen. Um sich wieder den Ladies zu widmen. Es war das erste Mal, dass man den Eindruck hatte, es könnte klappen. Gott und ich machten uns hoffnungsvoll auf die Heimreise. Den Urlaub werden wir in einem Haus verbringen, in dem der Boden so aussieht, als dürfte auch mal ein Malheur passieren. Danach habe ich lange gesucht. Praktisch ist das ja auch. Im Zweifel! Bedauerlich, dass man Vermieter nicht fragen darf, was ist das für ein Bodenbelag? In Ihrem Ferienhaus? Kann man da alles aufwischen? Dann werden die ganz schnell misstrauisch. Tja, nun wird der Chief nicht einmal mitkommen. Weil's wohl besser für den alten Herrn ist. Dabei ist er momentan ganz gut drauf, ich probiere grad ein paar neue Mittelchen aus, und die scheinen zu wirken. Aber dann gibt's wieder diese schlechten Tage. Und die Sorgen. Was macht er wohl grad?, frage ich Gott. Schlafen, antwortet der.
Ich frag das noch mal und noch mal. Und Gott antwortet stets dasselbe. Daheim legt er sich sogleich auf die Couch, ich wusste es, er ist ebenfalls angespannt. Ich beschließe indes, dass wir Ablenkung und Veränderung brauchen. Los, sage ich, wir bauen jetzt endlich den Hindernis-Parcours im Flur ab. Und stellen den Esstisch, der dort seit über 5 Monaten im Weg steht, - einfach mal ... in die Essecke. Gott seufzt. Aber dann hat er ein Einsehen, erhebt sich, und wir legen los! Und wenn man sich einmal entschlossen hat! Dann wird's auch was. Da wird der Chief aber morgen staunen, behaupte ich zufrieden. Wann gibt's was zu beißen?, fragt Gott. Heute? Wildschwein steht auf der Karte. Ich leg dann mal lieber gleich los! Bevor ich mich wieder in der Küche vertrödel. Und die Männer rummmaulen. Und ich Gott frage: Sag mal, was meinst du, was macht wohl grad unser ....



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