Freitag, 22. Juli 2016

Schöne Nachrichten!



Was bedeutet es, wenn der Schwanz steif, aber nur halb aufgerichtet ist?, frage ich Gott, als ich durch die Tür komme. Der schaut tatsächlich auf, Robin fährt sich mit der Hand durchs Gesicht. Die Rute, sagt Gott dann, die steife, halb aufgerichtete Rute bedeutet - Aufmerksamkeit. Wunderbar. Ich fragte mich schon, was der Chief wieder rumzumeckern hatte. Ob es eine halb aggressive Abwehrhaltung sei. Schließlich gebe ich nie auf, will aber auch nicht wieder alles falsch machen. Ich sprach nämlich mit der Dings über einen Zweithund, sie fand das gut. Trotz seines Alters. Der Chief heißt nämlich eventuell zu Unrecht Chief, dieser Hund will nicht Rudelchef sein, stellte sie fest. Eine nette ruhige Hündin, die ihm die Aufgabe abnimmt, würde ihn vermutlich entlasten. Der Chief hält sich für ein Rudel?, fragte ich nach. Er ist der Chef, erklärte sie mir. Und dann noch eine Menge über Rudel. Im Rudel läuft nämlich alles übers Sozialverhalten, klar, deshalb schlafen die auch oft ganz lang und entspannt, es passt nämlich immer einer auf die andren auf usw. Es gibt hier einen Mann, der hat mehrere Huskies und Schäferhunde, wenn er die nicht grad vor einen Schlitten spannt, muss er die kaum bewegen, die organisieren sich selbst. Und schlafen stundenlang in seinem Büro. Und der Chef von der Bande? Klar, ist eine Hündin. Und selbst wenn die läufig ist, wagt keiner der Jungs, sie zu besteigen, sie ist der Boss! Ich bin sehr beeindruckt gewesen. Wer Hundesprache spricht, beeindruckt mich ganz schnell. Nun, es gibt hier eine neue Organisation, die retten Hunde aus Rumänien aus den Tötungsstationen. Prima so, ich hab auch beim Ausräumen schon ganz viele Decken dorthin gesendet, denn sonst leben sie so. Und da die Hunde, die hierher kommen, in Pflegefamilien leben, dachte ich, vielleicht finden wir ja doch noch einen Zweithund, der perfekt zum Walks passt. Diesmal soll er selbst aussuchen, wer sein Boss sein könnte. Oder ob's ihm nicht gefällt. Vielleicht sucht er sich ja eine ruhige, entspannte Chefin aus, wäre das nicht schön? Gott wiegt den Kopf. Überstürz nichts, sagt er. Ich verspreche das. Beide Hunde haben nur das Beste verdient. Erst einmal schauen wir, ob sich zwei mögen, dann führen wir sie ganz langsam zusammen. Gemeinsame Spaziergänge vielleicht? Und keine Rammelei! Gerammelt wird hier nicht mehr, sagt Gott ernst. Damit wär der Fall also auch geklärt, ich seufze. Und schau lieber mal ins Inni. Was für gute Nachrichten! Der Typ, dem ich die DVD-Box geschickt habe, aus der eine DVD noch im Kasten rausgefallen war und so rappelte, dass ich den Brief in der Filiale wieder öffnen und zukleben musste, was alle Kunden hinter mir enorm auf eine Geduldsprobe stellte, hat mir eine positive Bewertung gegeben. Prima, hat sich der Aufstand also gelohnt. Hervorragende Ware, hervorragender Service, freundlicher Kontakt, hat er geschrieben. Das will ich meinen! Und dann? Läuft der Kultur-Blog ja ganz gut. Ich weiß, ich bräuchte noch mehr Kultur, kommt demnächst bestimmt noch. Wird keine reine Serienbloggerei. Wir machen da - whatever we want. Aber bemustert werden, ist auch nicht schlecht. Auch das läuft ganz gut, doch die alten Kontakte müssen ja auch auf den neuesten Stand gebracht werden. Also antworte ich auf das Angebot der Dings, dass ich das Medium Dings verlassen habe, mich indes freuen würde, wenn sie mir dennoch usw. Sie antwortet sofort: Das sind ja mal schöne Nachrichten!, schreibt sie. Ich kicher, so kann man das natürlich auch sehen. Perspektiven, ich schließe mich also ihrer Meinung an. Die Sache läuft! Nur die Fortitude-Kiste ist kompliziert. Wegen des Bildmaterials werde ich von Hinz nach Kunz geschickt, weder die einen noch die anderen haben angeblich die Rechte. Okay, jetzt könnte man denken, denen ist so ein kleiner Blog völlig egal, aber ich muss sagen, der Service ist grandios. Alle beteiligten Presseabteilungen antworten höflich und zeitnah, keiner besitzt angeblich die Rechte am Bildmaterial, aber jeder hat eine Idee, wer mir noch helfen könnte. Und das Schöne dabei? Mein Englisch wird endlich wieder aufgemöbelt. Zuerst hat Gott meine Anfrage korrigiert. Intelligente Menschen nehmen deine Anfrage in einer Fremdsprache direkt auf und ersetzen die Wörter, die zwar nicht falsch, zumindest verständlich sind, aber eben auch nicht ihrem Sprachgebrauch entsprechen, durch das von Ihnen gewählte Wort. Ich verändere also stets meine Anfrage - in stets englischerem Englisch. I love it ! Lernen! Im schlimmsten Fall gibt's also kein Bildmaterial, dafür sind wir sprachlich bestens ausgerüstet für den nächsten Ernstfall. Und wenn ich bedenke, dass mir der vermeintliche Profi-Dings erklärte, er suche sich das Bildmaterial so über Bildersuche zusammen. Tja, so kann man's natürlich auch machen. Copyright! Egal. Die schönsten Nachrichten kommen aber vom Therapeuten, die Wirbel sitzen am Platze. Und das liegt ganz sicherlich am Kundalini. Das ist sehr interessant, denn die Kundalini-Leute werden nicht überall geschätzt. Viele tragen Turban, was direkt an Sekte usw. erinnert. Viele halten das für eine entsetzliche Selbstinszenierung. Und Kundalini arbeitet viel mit breath of fire, Schnüffelatmung. The most detoxifying breath. Deshalb wird zugleich von Nicht-Kundalini-Leuten vor zu viel Schnüffelatmung gewarnt. Wenn frau z. B. ihre Periode hat, darf sie nicht schnüffelatmen. Interessant! Und dann? Spricht man der Kundalini selbst enorme Kraft zu, sie sitzt unten im Wurzelchakra und schläft. Und wer sie zu früh weckt, könnte enorme Probleme bekommen. Das macht nur für Nicht-Eso-Spinner keinen Sinn. Wer krank und bereits angeschlagen ist und dann unkontrolliert entgiftet und gleich nach Höherem greift, dem geht es selbstverständlich umgehend schlechter. Doch meine Kundalini-Zeit scheint gekommen, die Wirbelsäule wird von Tag zu Tag beweglicher, ich schlafe perfekt, und die Wirbel verschieben sich nicht mehr, ergo - weniger Schmerz! Wer sich einen fortgeschritteneren Eindruck erlauben möchte, schaut hier. Oh ja, das sieht ein wenig nach Sekten-Experience aus - kollektive Energie. Und hier haben wir auch gleich eine kritische Stimme, die den Schandtaten so einiger Gurus nachgegangen ist. Ergo? Suche dir deinen Gott mit großer Sorgfalt selbst, vertraue dich niemandem an. Denke selbst! Streite dich mit deinem Gott, widersprich ihm, er liebt dich. Doch nutze jede positive Energie! Sie könnte dir helfen! Gott hilft mir auch. Was weißt du über den Giallo?, fragt er überraschend. Meine Bildung liegt ihm sehr am Herzen. Möpse und Blut, antworte ich. Gott wiegt den Kopf. Sollte etwa doch mehr dahinterstecken? Gott scheint Fan von Edwige Fenech, man muss wissen, Madame hat überaus viele Fans! Männliche auch. Woher das wohl kommt, obwohl - so eine Knarre hätt ich auch gern, wenn man da auf einem Tisch, auf so einer interessanten Tischdecke hockt. Für alles gerüstet! Doch bevor Madame sich gleich wieder auszieht ..., wollen wir - "Mord in der Toskana" gucken?, frage ich. Ach, sagt Gott überrascht, du kennst sie also? Natürlich, und im Alter wird sie immer hübscher. Gott weiß womöglich, wovon ich rede. Hier indes schauen wir direkt in die unheimlichen frühen 90er! Madame bleibt die gesamte Spielzeit hochgeschlossen. Aufregend! Danach erklärst du mir aber alles über Gialli. Und Tarantino. Und Pop-Culture und ... Oh. Prima, sagt Gott.



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