Mittwoch, 25. Mai 2016

Schlachtehappen: Bloodline - Season I



In Zeiten von Emanzipation, Selbstverwirklichung und Patchworkfamilien wird die traditionelle Familienstruktur mit klassischer Rollenverteilung immer öfter zum Auslaufmodell erklärt. Doch so vielfältig sich das Gerüst von Vater, Mutter, Kind auch gestalten mag, gilt die Familie letztlich immer als Mikrozelle der Gesellschaft, in der das Zusammenleben, Rituale, Vorschriften, Verbote wie auch Emotionen einstudiert und erprobt werden. Vor allem soll Familie erster und letzter Schutzraum für das Individuum sein. Doch dass diese Institution diesem Anspruch nicht stets gerecht werden kann, dass der Einzelne in der (Bluts-)Gemeinschaft zuweilen keine Geborgenheit findet, sondern vielmehr an ihr leidet, ja, in ihr untergeht, ist hinlänglich bekannt.
 

Das in der Presse größtenteils hochgejubelte Drama “Bloodline” nimmt den Sachverhalt von Erwartung und Anspruch an die Familie einerseits und komplexer Realität des Zusammenlebens andererseits ebenso sensibel wie reißerisch zum Grundmotiv. Das ist clever erdacht, warum unsere Rezensentin LV, nennen wir sie doch Alvy, Elfie - na, bloß nicht! - dennoch findet, dass “Bloodline” sich in überspitzter Dramatik und Seifenopermanier verbummelt, lesen Sie hier. Voilà !


~







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen