Donnerstag, 19. Juni 2014

Wenn's


einem zu viel wird und man keine Lust mehr hat,
lenkt man sich ab. 
Der eine schreibt ein paar Texte,
der andere geht in die Natur.


Man vermisst seinen neuen besten Freund.
Setzt sich vielleicht
an das kleine Flüsschen
auf die Lieblingsbank.
Und dort - 
gleich da unten, hinter Walks,
stand letztens ein Mann
und verbrannte Papiere.
"Was verbrennen Sie denn da alles?"
"Mein Leben",
hat er gesagt.
Und selbst das könnte 
eine Lösung sein.


Oder man kann auch einfach:
Schaukeln!
Tut auch gut.
Und dann die Frau getroffen
mit ihrer neuen Liebe
Hand in Hand.
Und.
"Dis-moi", sage ich zu Monsieur,
wenn du plötzlich stirbst,
bin ich dann in zwei, drei Jahren
auch wieder so glücklich?"
"Nun, ich schätze eher nach zwei, drei Wochen", 
sagt Monsieur.
Und darüber denke ich etwas nach, denn - 
stimmt schon,
wenn man unglücklich ist,
sollte man nicht allein sein.
Einer sollte einen schließlich trösten.
Aber.
"Wenn ich plötzlich sterbe ..."
"Werde ich bis ans Ende um dich trauern",
sagt Monsieur.
Und das ist natürlich die richtige Antwort,
aber selbstverständlich auch wieder verkehrt,
der arme Kerl.
Na, immer abwarten,
und dann
weiter, immer weiter.
Und höher.







~



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