Sonntag, 1. Juni 2014

Rambling


Schlimmes Karma, was für eine Pechsträhne - seit Monaten verfolgt sie uns jetzt, und auch wenn wir flink sind und ein paar Haken schlagen, so richtig haben wir sie immer noch nicht abgeschüttelt. Und an dem Tag, an dem ich meinen besten neuen Freund wohl aus den Augen verliere, weil ich auch nicht aufdringlich sein will, denn er hat mir schon eine Adresse gegeben, aber ob ich da ..., na, die werden sich wundern. Mal sehen, denn niemand weiß, was am Ende wirklich gut und richtig ist. Und während man trotzdem über solche Dinge grübelt, dass man nun seit Jahren niemandem mehr seine Nummer anvertraut und dann ausgerechnet auf so einen netten Typ trifft, der das mit dem Telefonieren nicht hinkriegt. Wieso? Karma? Legt sich an eben diesem Abend auch noch Mister Groves aufs Parkett. Was sollte das denn? Wie gut, dass ich nicht auf die Schnelle noch Fan geworden bin. Ich will da niemanden mitreinreißen ... Ich war nicht Schuld. Hab's nicht gesehen, keine Vibes gesendet!
"Aber", sagt Gott, "manchmal ist es gut, wie es ist." Nicht immer! Aber manchmal vielleicht doch, dann ist es, wie mit dem Rambler. Als ich den gepflanzt habe, sagte die Frau in der Gärtnerei: "Sie werden nie wieder Urlaub im Juni machen, wenn der erst mal blüht!" So schön sei der Rambler. Und ich hab ihn gepflanzt und gegossen und gehegt und besprochen. Und bei all der Liebe wäre er fast eingegangen. Dann habe ich ihn  - etwas eingeschnappt und jawoll, auch enttäuscht - seines Weges ziehen lassen. Und er ist drei Jahre gewachsen, ohne eine einzige Knospe oder gar Blüte zu bilden. Und seit ein paar Jahren nun weiß ich, was die Frau meinte. Denn auch wenn immer noch das richtige Objektiv fehlt, um die Blütenpracht angemessen einzufangen, der alte Apfelbaum in Rosenblüte ist schon ganz hübsch gelungen. "Und so geht's auch mit all den anderen Dinge, die gerade schieflaufen?", sage ich zu Gott. Und der nickt. Weise. 



~



~


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen