Donnerstag, 26. Juni 2014

Asymmetrie


Eindeutig:
Fehlende Spannung im Mula Bandha
Puh. Bei derartigen Übungsfolgen... da muss ich mich - sorry - mal kurz abstützen. So früh am Morgen.
Ich halte Sie, dafür bin ich ja da, sagt die Trainerin großzügig. Und dann: Tja, wenn man mal nicht ganz so gut drauf ist, sind die Balanceübungen und die Asymmetrien natürlich am schwierigsten. Aber auch am effektivsten. Die geben Halt.
Sehr schön, und wie immer spiegelt das Training das echte Leben? Das Unheil, die Schräglage, als stählernde Prüfung. Und selbst die Schreiberei, die Kunst? Weil? Mal überlegen ... Ist es nicht bereits asymmetrisch genug - das Leben? Wenn man es einfach spiegelbildlich reproduziert? Oh nein, sagt die Kunst, im stillen Kämmerlein verrücken wir, was sich verrücken lässt, irre, abstrakt, als wär's so gar nicht. Oder eben so. Die Ignoranz des Halts als Ver(un)sicherung? Okay, Leinwand nimmt so ziemlich alles hin. Und Papier? Und Film? Suchen die immer noch die Ordnung? Die Erbauung? Finden am Ende immer wieder aus der schrägsten Position in eine fast ausgewogene, vielleicht noch etwas wacklige Balance? Nach 350 Seiten oder 135 Minuten? Denn Happy-Endings sind ja auch längst out. Und trotzdem - es wäre der Yoga-Spirit? In reinster Form? Alles Idealisten? Die Halt suchen? Oder nur das uralte Thema aufplustern, um die Miete zu zahlen? Egal, Hauptsache wäre natürlich: Genau!


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