Mittwoch, 21. Mai 2014

Zu Händen


"Es wäre sehr freundlich, wenn Sie die Rechnungen direkt an mich adressieren, da ich mich darum kümmere. Wenn Sie sie weiterhin an die alte Adresse senden, verschwinden sie. Ja, die Mahnungen auch. Wohin die verschwinden? Ich weiß es nicht, im Altpapier? An einem geheimen Ort gehortet? Wichtig wäre momentan, dass sie gar nicht erst abhanden kommen. Und dass Sie die Dienstleistung weiterhin über den Namen der Dame laufen lassen. Zu Händen - und da dann eben an meine Adresse senden. Verstehen Sie nicht. Also, nein, das kann nicht passieren, dass es dann trotzdem wieder an der alten Adresse landet, Sie müssen das nur richtig in den Computer eingeben. Zu Händen bedeutet... Das wissen Sie? Das ist hilfreich. Entschuldigung. Sie müssen das nur eingeben, da es sonst aussieht, als hätte ich eine Haushaltshilfe, die erbrachte Dienstleistung geht ja aber weiterhin ... Es gilt als veraltet, ist aber in diesem Fall wichtig für die Akten. Es muss belegbar sein, dass nicht ich ... Sie stellen die Rechung aus wie zuvor. Und senden sie zu Händen ... Verstehen Sie nicht. Können Sie mich vielleicht verbinden? Mit wem? Vielleicht ... der Frau X, die ist doch sehr kompetent. Dafür nicht zuständig? Trotzdem, das wäre sehr nett. Ich spreche nur kurz mit ihr. Danke. Einen schönen Tag noch." Trotzdem. Gut. Das Anliegen der Frau X erneut vorgetragen, in den Compu eingegeben, und mal wieder gesehen, dass Fachpersonal häufig einfach komplett überfordert ist. Man sollte, wenn man es nicht gleich selbst erledigen kann, lieber umgehend die Kompetenten ans Werk lassen? Das könnte im Zweifel viel Zeit, Geld und Nerven sparen! Wie? Das ist aber so nicht vorgesehen? Im System? Ach deshalb, das erklärt natürlich ... Was soll's.



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