Sonntag, 18. August 2013

Erste Hilfe


Sucht man ja oft erst dann, wenn's zu spät ist. Das Kind im Brunnen und so ...
Viele schwören im Krankheitsfall, besser noch zur Prävention - auf Globuli, die sie zuweilen fälschlich Globulis nennen. Weiße Kügelchen auf alle Fälle, von denen wiederum andere behaupten: Die sind nix, die taugen nix - nichts, als schlimmste Geldmacherei. Solche Stimmen - so das Hörensagen - sollen manchmal und eventuell sogar aus den undurchsichtigen Ecken der Pharmaindustrie ..., aber das bleibt natürlich - ebenso unbestätigt wie extrem unglaubwürdig. Schön.
Zurück zur ersten Hilfe. Ich praktiziere sie leidenschaftlich und seit Jahrzehnten. Und lese ja auch sehr gern in den Büchern vom Doc, wir erinnern uns, welche Symptomkette da schon geheilt werden konnte. Ich sage nur: 'dick, dumm und verstopft.' Tja, wer traut sich denn sonst zu, solche problematischen Symptomkreise überhaupt anzugehen? Genau: Die Globuli. Die helfen also. Eventuell. Behaupte ich einfach mal - aus Erfahrung. Allerdings - habe ich ja auch eine Menge Fantasie. Ich könnte mir auch einfach alles einbilden. Die Dinger zumindest sollen dem Körper helfen, das ist das, was viele oft als überflüssiges Anhängsel ansehen, denn sie sind klug, sie sind gebildet und ... Kopfmenschen. Der Körper ist dieser Panzer, in dem sie stecken. Der morgens nicht in Gang kommen will, der mittags immer noch schmerzt. Und abends knackt und knarrt es dann erst richtig im Gebälk. Ja, gegen all diese Übel und noch einige andere könnte ein Kraut gewachsen sein. Aber. Dem Himmel sei Dank! Eigentlich. Geht's dir ja gut! Schön!
Die Homöopathie aber traut sich noch viel mehr zu, hat sie sich doch ausgedacht, dass so ein Wesen wie der Mensch aus Körper, Geist und Seele bestehen könnte, ich weiß, ganzheitlich - das klingt ... blöd! Und komplett unwahrscheinlich. Aber nun. Folgen wir einfach dem absurden Gedankengang. So will sie zum Beispiel ein Mittel gegen Kuhdurst auf Bier gefunden haben! (Ich hab mich erkundigt, das bedeutet großer Durst) mörderischen Durst also auf Bier! Wär das nicht auch mal was für dich? Wenn dir der volle Bierkasten wieder Stress macht, weil du denkst: Lecker, den muss ich jetzt schnell leersaufen. 
Was aber besonders verheiratete Männer interessieren könnte, ist ein anderes Mittel. Darüber hab ich eben gelesen, denn ich liebe es, die Hauptsymptome zu studieren, da kann man viel bei lernen. Zum Beispiel also dieses Mittel, das so viele Ehen angenehmer gestalten könnte: "Äußerst reizbare Gemütsstimmung der Frau - vor allem gegenüber dem Ehemann, evtl. wechselnd mit euphorischer Gleichgültigkeit und extrem zorniger Erregung!" Quelle: hier. Aha! Und du hast bislang immer gedacht, all die Probleme, all ihre Aggression - das läge an dir? Oder an ihrem ungestümen Temperament, das einfach niemand verstehen kann? Nicht unbedingt. So einfach könnte es also sein. Selbst gegen das tägliche Elend scheint ein Kraut gewachsen ....



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